
Warum Body and Mind in der Schmerzregulation und Physiotherapie?

Seit 18 Jahren arbeite ich als Physiotherapeutin und unterstütze Menschen mit körperlichen Beschwerden. Ich behandle Patienten nach Unfällen, bei Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie bei chronischen Beschwerden.
Dabei ist mir stets eines klar: Der Kopf lässt sich nicht vom Körper trennen. Für die Genesung sind die Verbindung und das Zusammenspiel beider Teile unerlässlich.
Die frühere Vorstellung vieler Patienten, dass die Medizin – und damit auch wir Physiotherapeuten – sie gesund machen, ist meiner Meinung nach überholt. Wir begleiten und unterstützen die Patienten mit Übungen, Anleitungen, Erklärungen und gelegentlich manuellen Techniken, damit sie aktiv und eigenverantwortlich an ihrer Genesung arbeiten können.
Dazu gehört ein fundiertes Wissen über Schmerzphysiologie, Gewebephysiologie, Anatomie sowie die natürlichen Abläufe der Gewebeheilung. All dies wird jedoch maßgeblich durch die Überzeugungen und den Glauben des einzelnen Patienten beeinflusst. Auch die Angst vor Bewegung – sei es allgemein oder bezogen auf eine bestimmte Aktivität – spielt eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus wirken sich Stress, Bewegungsmangel, unzureichende Erholung und unausgewogene Ernährung negativ auf den Heilungsprozess aus.
Es ist entscheidend, all diese Faktoren zu erfassen, individuell zu bewerten und darauf basierend einen maßgeschneiderten Aktionsplan für jeden einzelnen Patienten zu entwickeln.
Liest sich kompliziert? – Ganz und gar nicht, denn genau darin liegt meine Leidenschaft für diesen Beruf.
